Slalom de Bure 19.05.2024

 

Weiter geht’s nach Bure. Dies ist wohl der längste und schnellste Slalom in der Schweizer Meisterschaft. Mit 110 Toren und einigen Auf- und Abwärtspassagen ist die Strecke für viele eine Herausforderung. Die Wetterprognosen sehen gut aus, obwohl es am Samstagabend während der Streckenbesichtigung einen kurzen Regenschauer gibt. Am Sonntag ist jedoch wie erwartet, schönes und angenehm warmes Wetter.

 

In der Frühe um 07.15 Uhr geht es für Jessica los mit der Besichtigungsfahrt und dem ersten Training. Die Strecke kennt Sie bereits vom letzten Jahr, weshalb es ihr schon einfacher fällt, als noch im Vorjahr. Aus dem ersten Training kann sie viel Sicherheit mitnehmen und sich somit im zweiten Training direkt um 6 Sekunden verbessern.

Aufgrund der nicht allzu hohen Teilnehmerzahl am Sonntag, sind die Trainings schon früh beendet und die Mittagspause fällt etwas länger aus. Über den Mittag schaut sich Jessica die Onboard Videos vom morgen an, um zu schauen wo sie sich noch verbessen kann und sich die Strecke noch besser einzuprägen. Marc steht ihr dabei zur Seite und gibt Tipps bei der Wahl der richtigen Gänge und der optimalen Linie.

Um 13.30 Uhr geht es anschliessend los mit dem ersten Rennlauf. Jessica versucht das, was sie am Mittag mit Marc besprochen hat umzusetzen. Dies gelingt ihr recht gut. Dadurch verbessert sich die Zeit vom zweiten Training zum Rennlauf um erneut 7 Sekunden. Die Freude ist riesig über die doch recht gute Zeit. Die Hoffnung auf eine erneute Bestzeit im zweiten Rennlauf bleibt jedoch aus. Zu viele kleine Fehler unterlaufen Jessica und dadurch bleibt sie knapp unter der Zeit vom ersten Lauf. Mit einer Zeit von 3:28.003 klassiert sie sich auf dem 5. Rang von 5 Startern in diesem Feld. Die gute Steigerung über den Tag hinweg macht jedoch Allen grosse Freude. «Ich konnte heute wieder viel lernen und mich deutlich steigern. Der Tag ist ohne Zwischenfälle über die Runden gegangen, was für mich das Wichtigste ist. Nun freue ich mich auf Slalom Ambri, wo ich die Strecke bereits recht gut kenne.» so das Fazit von Jessica.

 

Slalom de Bière 05.05.2024

 

Nach den Testtagen gab es noch ein paar Dinge zu erledigen, um mit dem Toyota GT86 bei einem Rennen an den Start zu gehen. Ein paar Wochen und intensive Arbeitsstunden später ist es nun soweit. Slalom Bière steht vor der Tür. Für Jessica ist dies das erste Rennen mit ihrem eigenen Auto. Mit grosser Vorfreude geht es am Samstagnachmittag ab nach Bière. Dort angekommen, heisst es erst einmal hintenanstehen und auf die allererste administrative sowie technische Abnahme warten. Als dies endlich geschafft ist, ist die Freude und Erleichterung beim ganzen Team zu spüren. Nun können wir in den Park um uns einzurichten, ein paar gute Gespräche zu führen und die Wetterprognosen zu studieren. Obwohl letzteres nicht unbedingt Freude bereitet.

 

 

Wie erwartet regnet es am Morgen in der Frühe. Also heisst es, bei strömendem Regen Räder wechseln und um 7.00 Uhr ab auf die Besichtigung und zum ersten Trainingslauf. Die Besichtigung ist mässig hilfreich, da Jessica bei beschlagener Scheibe nicht besonders viel sieht. Kurz Scheibe putzen und ab ins Training. Noch sehr Vorsichtig und mit vielen Rutschern absolviert sie das erste Training. Etwas unzufrieden mit den Pneus welche schlechten Gripp aufweisen geht es später auch ins zweite Training, welches bei deutlich trockener Fahrbahn stattfindet. Die Hoffnung auf mehr Gripp schwindet jedoch recht schnell. Spätestens beim zweiten Dreher, fährt Jessica den Parkour in gemässigtem Tempo zu Ende. Es sieht jedoch sehr danach aus, dass es am Nachmittag Slikwetter gibt. Also wieder Räder wechseln und hoffen, dass es nicht mehr zu regnen beginnt. In der Mittagspause geht Marc mit Jessica noch einmal eine Runde mit dem Fahrrad durch den Parkour. Die Strecke ist mittlerweile trocken und es kann mit dem ersten Rennlauf los gehen. Mit deutlich mehr Grip findet Jessica nach und nach das Vertrauen ins Auto. Die Zeit mit 3:21.65 noch nicht super, aber der Spass am Fahren ist deutlich höher. Für den zweiten Lauf kann sie nun mit mehr Vertrauen an den Start gehen. So verbessert sich ihre Zeit um gut 5 Sekunden auf 3:16.19. Eine gute Steigerung und ein soweit erfolgreiches erstes Rennen das zu Ende geht. Nun sind knapp zwei Wochen Pause angesagt, bevor es anschliessend nach Bure geht.

 

Slalom Testtage Ambri 12. & 13.4.2024

 

Es ist so weit. Die Saison 2024 steht vor der Tür!

Für die Testtage haben wir dieses Jahr gleich 2 Roll-Outs geplant. Zum einen den Toyota Starlet von Bruno, welchen er über viele Jahre mit grösster Perfektion aufgebaut hat und zum anderen den Toyota GT86 von Jessica, welchen wir seit letztem Juni am Aufbauen sind. Beides tolle Projekte, welche kurz vor den Testtagen noch viel zu tun gaben😉. Besonders am GT86 wurde bis zur letzten Sekunde gearbeitet.

 

Nun ist es soweit. Am Donnerstagabend geht’s los Richtung Tessin und am Freitagmorgen stehen Bruno mit seinem Starlet und Jessica mit ihrem GT86 bereit, um den ersten Parcours zu bestreiten.

Bruno fühlt sich direkt wohl mit seinem neuen Gefährt und kann schnell auch schon ans Limit gehen. Oder ab und zu darüber hinaus…wie es sich schliesslich auch gehört. Zwischendurch macht er einen kleinen Schraubencheck um zu schauen ob alles in Ordnung ist. Dann geht’s weiter, Fahrt für Fahrt. Im 2. Parcours muss Bruno leider seine Fahrt abbrechen, da die Hinterachse nicht mehr stabil ist. Nach genauerem Hinschauen sieht er, dass ein Anlenkpunkt gebrochen ist. Leider ist so die Probefahrt für den Starlet zu Ende. Nach kurzer Ernüchterung kann Bruno aber schnell viel Positives aus seinen ersten Fahrten ziehen: «Das Auto läuft gut und macht Spass. Vielleicht ist es ja besser frühzeitig aufhören zu müssen, denn jetzt sind noch alle Verbreiterungen ganz.» grinst er am Abend.

Jessica nimmt am Freitagmorgen die ersten Meter überhaupt mit diesem Auto in Angriff. Mit viel Vorsicht geht sie die erste Übung an, um ja alles ganz zu lassen. Fahrt für Fahrt lehrt sie den Toyota besser kennen. Das breite Grinsen übers ganze Gesicht, wenn sie einmal aus dem Auto steigt, zeigt wie sehr es ihr Freude macht. Viel fahren und Kilometer sammeln ist für sie an diesem Tag das Wichtigste. Nach einem tollen Tag mit vielen lehrreichen Fahrten geht der Tag zu Ende. Am Abend geniessen wir noch gemeinsam das schöne Wetter und die warmen Temperaturen. Bei gleichen Bedingungen geht es am Samstag direkt weiter. An diesem Tag ist nur Jessica gemeldet. Bereits bei den ersten Fahrten sieht man, dass sie schon viel gelehrt hat. Im Vergleich zum Vortag fährt sie mutiger und schneller durch die verschiedenen Übungen. Bei jeder Fahrt versucht sie das Limit zu finden, auch wenn es das ein oder andere Mal darüber hinaus geht. Bis zum Schluss bleibt alles ganz und Jessica kann auf erfolgreiche 2 Tage zurückschauen: «Ich bin einfach nur glücklich. Es macht so viel Spass und läuft unerwartet problemlos wenn ich bedenke, dass ich vorher noch keinen Meter mit diesem Auto gefahren bin.»

 

Wieder zuhause heisst es nun: Starlet reparieren und für die Testtage im nächsten Jahr bereit machen. Und am GT86 weiterarbeiten, damit Jessica zeitnah ihr erstes Rennen damit absolvieren kann.

 

 

Ein herzliches Dankeschön an die Equipe Bernoise und ihre fleissigen Helfer für die super Organisation der Testtage. RothRacing kommt gerne wieder 😊

 

 

Slalom Bure 21.05.2023

 

Die nächste Herausforderung steht bereits vor der Tür:

Slalom Bure. Auf dieser 5,3 km langen Strecke mit 110 Toren fahren Jessica und Marc beide zum ersten Mal. Wie bereits in Ambri gehen die beiden als Doppelstarter auf dem Corolla ins Rennen. Am Samstag nach dem Mittag treffen wir auf dem Militärgelände in Bure ein. Nach dem Einrichten konnte auch die Papier- und Wagenabnahme erfolgreich gemacht werden. Nach einem gemütlichen Abend geht es am Sonntag schon früh los.

 

Bereits um 7.30 Uhr ist Jessica für die Besichtigung mit dem ersten Feld eingeteilt. Da niemand so genau Bescheid weiss, wie das mit Doppelstartern gehandhabt wird, braucht es einen regen Austausch mit den Helfern und der Rennleitung.

Nach versuchter französisch/deutscher Kommunikation sollte nun alles klappen und Jessica fährt auch noch das erste Training in diesem Feld. Anschliessend kann Marc, in der gemeldeten Kategorie IS bis 1600ccm, die Besichtigung und sein erstes Training absolvieren. Beide sind noch sehr vorsichtig unterwegs, da die Strecke sehr schwierig zu merken ist. Hinzu kommt, dass der Grip auf dem schmutzigen Belag eher schlecht ist. Im zweiten Training können beide deutlich schneller fahren. Mit den guten Trainingsrängen 3 (Marc) und 5 (Jessica) von 8 gestarteten, reichen die Zeiten jedoch bei weitem nicht, um mit der Spitze mitzuhalten. Trotzdem können beide mit ihren ersten gefahrenen Metern auf dieser Strecke zufrieden sein. Nach dem Mittag geht es los mit dem ersten Rennen. Jessica fährt als Erste los und ist relativ zügig unterwegs. Doch dann, kurz vor dem Ziel bei der letzten Torkombination, kommt Sie etwas zu schnell und das Auto gerät ins Schwanken. Durchs Gras geht es aufs Ziel zu, wo schlussendlich die Strohballe mit der darin verbauten Zeitnahme im Weg steht. Mit der Seitentür die Strohballe wegeräumt, wird eine Zeit von 3:22.067 gewertet. Nach einem Unterbruch kann es aber anschliessend weiter gehen. Das Auto sieht soweit noch fahrbar aus und so nimmt Marc seinen Lauf unter die Räder. Leider vertut er sich kurz nach dem Start und lässt ein Tor aus. Somit wird dieser Lauf gestrichen und zählt nicht für die Wertung. Mit etwas eingeschränktem Selbstvertrauen fährt Jessica einen etwas vorsichtigen 2. Lauf und erwischt obendrein noch eine Pylone. Nun geht es für Marc um alles oder nichts. Nach einem gestrichenen ersten Lauf muss nun im Zweiten alles passen. Mit einer Zeit von 3:12.173 kann er sich auf den 4. Rang setzen und sich so im Mittelfeld klassieren. Jessica fährt mit dem 1. Lauf auf den 6. Schlussrang. Ein durchmischter Renntag neigt sich so dem Ende zu. Trotz allen Hochs und Tiefs gab es einmal mehr viele tolle und spannende Gespräche und Begegnungen.

 

 

Slalom Ambri 29.-30.03.2023

 

Zum Auftakt der Saison fahren Jessica und Marc, wie bereits vor einem Jahr, Doppelstart beim Slalom Ambri. Wieder ist es eine Doppelveranstaltung mit 2 Schweizermeisterschafts-Läufen am Samstag und Sonntag. Nach viel Stau vor dem Gotthardtunnel reicht es dennoch am Freitag die Wagenabnahme zu machen und mit vielen bekannten Gesichtern einen Schwatz zu halten. Nebst vielen «alten» Geschichten ist das Wetter immer wieder Teil diverser Gespräche, da die Aussichten ziemlich wechselhaft sind.

 

So geht es am Samstagmorgen für uns im Feld 1 mit den Regenreifen auf die Besichtigung und in die Trainingsläufe. Mit neuen Regenreifen zuerst etwas vorsichtig losgelegt, haben beide nach den Trainings ein gutes Gefühl. Marc liegt zwischenzeitlich auf dem 2. Rang und Jessica befindet sich mit dem 6. Rang im guten Mittelfeld. Schnell wird jedoch klar, dass am Nachmittag mit Slicks gefahren wird. So geht es nach erneuter Besichtigung mit dem Fahrrad und einer Mittagspause zum Rennen an den Start. Mit dem ersten Lauf kann Jessica ihre Trainingszeit bestätigen, weiss jedoch: « Da geht noch mehr». Marc ist bereits knappe 3 Sekunden schneller als im Training, ist aber auch überzeugt: «Das sollte schneller machbar sein». Mit einer Zeit von 1:51.97 fährt Jessica einen super schnellen 2. Lauf, was zu Rang 7 gereicht hätte. -Genau HÄTTE.- Da sie leider eine Pylone überfuhr und somit eine Zeitstrafe von 10 Sekunden erhält, ist Jessica mit dem 10. Rang letzte des Feldes. Marc kann sich im 2. Lauf nur leicht verbessern, was ihn etwas ärgert. Trotzdem reicht es mit einer Zeit von 1:45.07 auf den guten 3. Rang.

Nach getaner «Arbeit» und unterhaltsamen Gesprächen bei der Siegerehrung, lassen wir den Abend bei einem gemütlichen Fondue ausklingen.

 

Am Sonntagmorgen geht es für unser Feld etwas später los. Trotzdem ist man bei RothRacing schon früh auf den Beinen, da Jessica und Marc den neu gesteckten Kurs besichtigen gehen. Bei Sonnenschein geht es etwas später in die Trainings. Marc kann wie am Vortag mit den schnellsten mithalten und fährt mit einer Zeit von 1:40.20 die dritt schnellste Zeit in der Klasse InterSwiss bis 1600ccm. Jessica kann sich vom Ersten zum Zweiten Lauf zwar steigern, hat jedoch noch etwas mühe sich die neue Kurssetzung zu merken. «Ich habe vor einem schnellen Tor gebremst, weil ich dachte es kommt links nochmals eines» sagt sie nach dem Training lachend. Über den Mittag wird also die Zeit genutzt die Strecke erneut zu besichtigen und sich genau einzuprägen. Nach der Mittagspause geht es zuerst mit den Porsche und Loc Klassen los. Bei uns laufen die letzten Vorbereitungen, als es am Himmel immer dunkler wird. Kurz bevor unser Feld aufgerufen wird, beginnt es ganz leicht an zu regnen. Skeptisch wird an jeder Ecke diskutiert, ob der Regen wohl noch stärker wird. Endlich sind wir an der Reihe. Mit Slicks gehts nun an den Vorstart und relativ zügig los. Jessica versucht möglichst sauber einen guten Lauf zu fahren. Sauber wars, jedoch etwas langsamer als im Training. Auch Marc kann im ersten Lauf seine Trainingszeit nicht egalisieren. Im zweiten Lauf erwischt Jessica einen schlechten Start, dafür passt sonst Vieles zusammen. Mit einer Zeit von 1:51.01 belegt sie den 8. Rang. «Das Ziel unter 1:50 zu fahren wäre wohl mit einem besseren Start drin gelegen» meint Jessica nach dem Rennen leicht enttäuscht. Marc kann sich im 2. Lauf noch etwas steigern, ist jedoch mit Rang 5 nur halb zufrieden. «Keine Ahnung wo ich diese Zeit liegen gelassen habe, aber es geht, wie die Trainings zeigen, schneller.» So Marc zu seinen Fahrten. Trotz den kleinen Enttäuschungen von beiden hat das Wochenende viel Spass und Freude bereitet. «Ich kann viel Positives mitnehmen, auch wenn noch nicht alles zusammengepasst hat. Schliesslich war es erst mein 3. und 4. Rennen überhaupt und ich habe von Fahrt zu Fahrt sehr viel lernen können, besonders durch die Hilfe vom Papa.» so die Bilanz von Jessica.

 

Für unser Team ein alles in allem ziemlich gelungener Start in die neue Saison!

 

 

Slalom-Testtage Ambri 2023

 

Am Donnerstag im späteren Nachmittag ging es für uns los Richtung Tessin. So dass wir sicher vor 22 Uhr den Gottahrdtunnel passieren konnten, da dieser wegen Arbeiten in der Nacht geschlossen wurde. In Ambri angekommen, suchten wir uns einen Platz beim Hockeystadion und luden unseren Toyota Corolla AE86, bereits auf Regenreifen, aus.

 

So ging es am Freitagmorgen, wie erwartet bei strömendem Regen los. Zuerst gab es ein kurzes Briefing, bevor wir um ca. 9 Uhr den Ersten Parcours befahren durften. Da ich erst zum zweiten Mal im Corolla sass und auch sonst praktisch keine Rennerfahrung habe, war das für mich eine ziemliche Herausforderung. Das erste Mal im Regen zu fahren, mit schon etwas älteren und daher ziemlich harten Regenreifen, ergaben in den Ersten zwei, drei Fahrten die ein oder andere Pirouette. Mein Vater hat daraufhin erst einmal den Luftdruck in den Reifen angepasst und mir den ein oder anderen Tipp auf den Weg gegeben. So ging es im Verlaufe des Tages von Fahrt zu Fahrt immer besser. Mein Vater hatte am Morgen noch Doppelstarter gelöst und deshalb fragte ich ihn immer wieder, ob er nicht auch fahren möchte. Schliesslich ist es ja sein Auto. Das nasse Wetter (und vielleicht auch die tollen Regenpneus 😉) haben ihn nicht besonders animiert, ebenfalls ins Lenkrad zu greifen. Deshalb konnte ich den ganzen Morgen fahren, so viel ich wollte. Erst am Nachmittag auf dem ganzen Slalomkurs ist er auch noch ein paar Runden gefahren. Trotz des vielen Regens hat mir das Fahren viel Spass bereitet und um Erfahrung auf nasser Fahrbahn zu sammeln, war dieser Tag für mich ideal.

 

 

Am Samstag hofften wohl alle auf besseres Wetter und die Aussichten sahen vielversprechend aus. Der Morgen ging zwar noch auf Regenreifen los, diese konnten jedoch spätestens am Mittag mit Slicks ausgetauscht werden. Ohne Regen und auf deutlich trockener Fahrbahn hatten wohl Alle (ob Helfer oder Fahrer) noch mehr Freude am ganzen Geschehen. Ich versuchte am Samstagmorgen die Erfahrungen vom Freitag gleich umzusetzen, was mir recht gut gelang. Auch Marc war deutlich interessierter, bereits am Morgen fahren zu können. Ich freute mich bereits auf den Nachmittag, wo wieder der ganze Kurs befahren werden konnte. Zuerst in die Eine, anschliessend in die andere Richtung. In beide Richtungen gelangen mit Gute, wie auch weniger gute Fahrten. Auch Marc fuhr wieder ein paar Mal am Nachmittag und konnte mir, wie schon das ganze Wochenende, wertvolle Tipps geben. Alles in allem waren es zwei sehr lehrreicher Tage für mich. Es war schön nach der langen Winterpause, wieder ins Lenkrad zu greifen und mit vielen Gleichgesinnten und Freunden ein tolles und gemütliches Wochenende zu verbringen. Ein grosses Dankeschön an alle Helfer und Organisatoren die diese zwei Tage möglich gemacht haben. Und ganz besonders an meine Eltern Silvia und Marc und an Bruno, ohne euch wäre das alles nicht möglich für mich.

 

-geschrieben von Jessica für die News der Equipe Bernoise-

 

 

Slalom Ambri 21.-22.05.2022

 

Kurzer Rückblick: Bereits 11 Jahre ist es her, dass Marc den Toyota Corolla AE 86 zum letzten Mal bei einem Rennen gefahren hat. Damals ging er am Slalom Ambri an den Start. Danach wurde der Corolla nicht mehr eingesetzt und 10 Jahre vergingen. In dieser Zeit hat RothRacing an verschiedenen Veranstaltungen in deutschen Rennserien teilgenommen und viele tolle Momente erleben dürfen. Was nach einer langen Zeit klingt, ist rückblickend oft sehr schnell vorbei. Und so kommt es, dass die Kinder plötzlich erwachsen sind und selbst davon träumen, Rennen zu fahren. Nachdem Jessica mit diesem Wunsch daherkam, gingen wir im Juli 2021 mit dem Audi A3 an den Slalomtesttag nach Ambri, damit sie dort ihre ersten Erfahrungen sammeln konnte.

Der Reiz, auch noch den Corolla mitzunehmen, war sehr gross. Also fuhren wir mit zwei Autos im Gepäck ins Tessin. So hatten alle ihren Spass ;)

 

 

Knapp ein Jahr ist also vergangen und so kommt es, dass am 21.05.2022 nach 11 Jahren ohne Renneinsatz, der Toyota Corolla AE86 wieder einmal ein Rennen bestreiten darf. Marc geht in der Gruppe IS bis 1600 ccm an den Start. Jedoch nicht alleine. Jessica die in der Zwischenzeit ihre Lizenz gemacht hat, fährt als Doppelstarterin ihr erstes Rennen überhaupt. Für Marc ist klar: «für mich geht es in diesem Rennen nicht ums gewinnen, sondern darum, meine Tochter zu unterstützen». Nun stellte sich im Voraus noch die Frage: Übersteht dieses Fahrzeug nach so langer Zeit eine gleich doppelte Belastung an zwei Tagen? Oder ist es besser wir melden nur einen Tag an? «Wenn schon denn schon» hat sich Jessica gesagt und Marc dazu überredet gleich beide Rennen anzumelden.

 

 

Rennen vom Samstag 21.05.2022:

 

Bei strahlendem Sonnenschein und sehr warmen Temperaturen geht es am Samstagmorgen ab an den Vorstart. Bis dahin soweit alles Gut. Jessica sitzt bereits im Wagen und wartet darauf, auf die Besichtigung zu dürfen. Doch als es los geht, wird es etwas hektisch. Der Motor springt nicht an und der Booster reicht auch nicht aus, den Corolla zu starten. Also müssen wir anschieben. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, wenn man zum ersten Mal in diesem Auto sitzt und in mitten anderer Rennautos steht. Nach einer Besichtigungsrunde und zwei Trainings für Jessica und einer Besichtigung und einem Training für Marc, geht es zurück ins Fahrerlagen, um das Problem zu beheben. Zum Glück reicht ein Batteriewechsel aus und die Rennen am Nachmittag verlaufen um einiges ruhiger. Marc kann sich vom ersten zum zweiten Lauf um knappe 4 Sekunden steigern und sichert sich somit den 2. Rang. Selbst erstaunt über sein Resultat meint er: «das hätte ich nach 11 Jahren Slalompause nicht gerade erwartet». Jessica fährt im ersten Lauf gleich nach dem Start eine Pylone um. Lauf zwei klappte schon wesentlich besser und schneller. So geht im frühen Nachmittag ein erfolgreicher Tag zu Ende.

 

 

Rennen vom Sonntag 22.05.2022:

 

Nach dem hektischen Samstagmorgen, geht der Sonntag bei leicht kühleren Temperaturen um einiges entspannter los. Nach der Besichtigung und den beiden Trainingsläufen am Morgen, geht es am Nachmittag mit den Rennen los. Marc kann sich vom ersten zum zweiten Lauf wieder um 1 Sekunde steigern und steht mit Rang 3 erneut auf dem Podest. Jessica kann sich ebenfalls verbessern und fährt im zweiten Lauf gleich 9 Sekunden schneller als im Ersten. Wirklich geglaubt, dass sie eine Zeit unter zwei Minuten gefahren ist, hat Jessica erst nachdem die Rangliste gedruckt war. «Ich habe gehofft mich erneut steigern zu können, aber gleich um so viel, damit habe ich wirklich nicht gerechnet» so Jessica. Und Marc meint mit einem Lachen: «Ich habe zuerst gedacht, sie hat irgendwo ein Tor ausgelassen. Scheinbar ist das nicht der Fall».

 

 

Was für ein erfolgreiches Wochenende für das ganze RothRacing Team!